Kohlenstoff- und Legierungswerkstoffe für die CNC-Bearbeitung
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ToggleKohlenstoffstahl: Eigenschaften, Güteklassen und CNC-Bearbeitbarkeit
Legierter Stahl: Verbesserte Eigenschaften für anspruchsvolle CNC-Anwendungen
Vergleich von Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl bei der CNC-Bearbeitung
Bei der Auswahl zwischen Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl für die CNC-Bearbeitung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Kohlenstoffstahl ist kostengünstig und leicht zu bearbeiten, wobei niedriggekohlte Sorten eine hervorragende Schweißbarkeit und Umformbarkeit aufweisen. Allerdings ist er weniger korrosions- und hochtemperaturbeständig und daher für raue Umgebungen weniger geeignet.
Eigenschaft | Kohlenstoffstahl (z. B. 1045) | Legierter Stahl (z. B. 4140) |
|---|---|---|
Streckgrenze (MPa) | 415 bis 570 | 655 bis 860 |
Bearbeitbarkeit | Hoch (70-100) | Mäßig (50-70) |
Korrosionsbeständigkeit | Niedrig | Mittel bis hoch |
Kosten | Niedrig-Mittel | Medium-High |
Anwendungen | Allgemeine Struktur | Hochbelastend, korrosiv |
Wesentliche Unterschiede zwischen Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl bei der CNC-Bearbeitung
1. Unterschied in der Kernzusammensetzung
Der grundlegende Unterschied liegt in der chemischen Zusammensetzung. Kohlenstoffstahl ist ein Eisenwerkstoff mit 0.0218 % bis 2.11 % Kohlenstoff als Hauptbestandteil und geringem Verunreinigungsgehalt. Er wird nach seinem Kohlenstoffgehalt klassifiziert: Kohlenstoffarmer Stahl (< 0.25 %, z. B. Q235) ist weich und plastisch; mittelgekohlter Stahl (0.25 % bis 0.6 %, z. B. Stahl der Güteklasse 45) bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Festigkeit und Plastizität; hochgekohlter Stahl (> 0.6 %, z. B. T10) ist hart, aber spröde.
Legierter Stahl entsteht durch die gezielte Zugabe von Legierungselementen (Chrom, Nickel usw., Gesamtgehalt 1 % bis einige zehn Prozent) zu Kohlenstoffstahl, wie z. B. 42CrMo für erhöhte Festigkeit und 304 Edelstahl für Korrosionsbeständigkeit, was seine Bearbeitbarkeit grundlegend verändert.
2. Leistungslücke beim CNC-Schneiden
Schnittfestigkeit: Die Schnittfestigkeit von Kohlenstoffstahl hängt vom Kohlenstoffgehalt ab – kohlenstoffarmer Stahl ermöglicht hohe Schnittgeschwindigkeiten, mittelkohlenstoffreicher Stahl ist kostengünstig, und kohlenstoffreicher Stahl erfordert geringere Schnittgeschwindigkeiten. Die Schnittfestigkeit von legiertem Stahl ist aufgrund der harten Karbide aus den Legierungselementen 20–50 % höher als die von kohlenstoffreichem Stahl.
Wärmeableitung: Kohlenstoffstahl besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit, wodurch die Bearbeitungstemperaturen niedrig und der Werkzeugverschleiß gering bleiben. Legierter Stahl leitet Wärme schlecht ab, wobei die Schneidentemperaturen oft 800 °C überschreiten (z. B. Edelstahl 304). Dies erfordert eine Hochdruckkühlung, um Werkzeugschäden und Werkstückverbrennungen zu vermeiden.
3. Kriterien für die Werkzeugauswahl
Kohlenstoffstahl: Geringe Anforderungen – HSS oder Hartmetall für niedrig- und mittelgekohlten Stahl; hochkobalthaltiges Hartmetall (z. B. YG8) für hochgekohlten Stahl. Es werden unbeschichtete oder TiCN-beschichtete Werkzeuge verwendet, mit scharfen Schneiden (< 0.1 mm) für niedriggekohlten Stahl und geschliffenen Schneiden (0.1–0.2 mm) für mittel- und hochgekohlten Stahl.
Legierter Stahl: Hohe Anforderungen – TiAlN/CrN-Beschichtungen, verbesserte Schärfkanten (0.2~0.5 mm) und Hochleistungswerkzeugmaterialien, um hohen Temperaturen und Stößen standzuhalten.
4. Anwendungsszenarien und Auswahlvorschläge
Niedriggekohlter Stahl (10#, Q235): Geeignet für Bolzen, Gehäuse – kostengünstig, hohe Effizienz.
Mittelkohlenstoffstahl (45#): Ideal für Zahnräder und Wellen – ausgewogene Leistung, die beste Qualität
Übliches Werkstattmaterial.
Hochkohlenstoffstahl (T8, T10): Wird für Werkzeuge und Formen verwendet – erfordert langsame Drehzahl und starke Kühlung.
Legierter Stahl (42CrMo, 304): Geeignet für Kurbelwellen in der Automobilindustrie, Teile für die Luftfahrt – erfüllt trotz hoher Kosten strenge Leistungsanforderungen.
6. Zusammenfassung
Die Bearbeitungsunterschiede zwischen den beiden Stählen beruhen auf Unterschieden in ihrer Zusammensetzung. Durch die Beherrschung dieser Unterschiede lässt sich der Werkzeugverschleiß um über 30 % reduzieren und die Effizienz um 20 % steigern. Der Aufbau einer Datenbank zu Material, Werkzeug und Prozess trägt dazu bei, das optimale Verhältnis zwischen Kosten und Effizienz bei der hochpräzisen CNC-Bearbeitung zu erreichen.